Klasse S1

Projekt Vielfalt (er-)leben

In diesem Schuljahr führen wir das Projekt „Vielfalt (er-)leben“ in und mit der Klasse S1 der Allegro-Grundschule durch.

 

Wir präsentierten das Projekt auf der ersten Elternversammlung der Klasse. In der zweiten Schulwoche starteten wir bereits mit dem ersten Thema – „Ich“ - „Sich selbst in der eigenen Vielfalt wahrnehmen“. 

Nach einem kurzen Überblick über das Projekt und dem Kennenlernen des Lerntagebuchs beschäftigten wir uns mit dem eigenen Namen. Die Familien bekamen von uns als Hausaufgabe viele Fragen zu dem Namen ihres Kindes gestellt. Welche Bedeutung hat der Name ihres Kindes? Wer hat ihrem Kind den Namen gegeben? Warum haben sie diesen Namen ausgewählt? Kennen oder feiern sie Feste zu dem Namen? Im Plenum besprachen wir die Antworten der Familien. Für viele Kinder waren es neue und aufregende Informationen, die sie über sich und die anderen Kinder bekommen haben. 

Wir gestalteten ein Namensmosaik. Jeder Buchstabe des eigenen Namens wurde auf einen Mosaikstein geschrieben. Die Namen der Kinder wurden dann auf ein Brett geklebt.

Wir beschäftigten uns damit, was jede_r gut kann, gerne macht, mag/liebt, worüber jede_r nachdenkt, wovon jede_r träumt, wo jede_r gerne ist. Dazu gestaltete jedes Kind seine eigene Puzzlefiguren. Die einzelnen Puzzle-Teile wurden am Ende zu einem großen Bild zusammengefügt.

In einer weiteren Hausaufgabe sollten die Familien in ein rotes Herz hineinschreiben:   Was lieben Sie an ihrem Kind besonders? Was finden Sie toll an ihrem Kind?  Diese Herzen lasen wir den Kindern, die wollten, vor. Alle Kinder hörten gespannt zu. Einigen Kindern war es etwas unangenehm, so viel Liebes und Positives über sich zu hören.

 

Bei einer Übung wurden wir zu Domino-Steinen. Jeder Dominostein stellte zwei Eigenschaften oder Fähigkeiten dar. Die Kinder sortierten sich, zu der jeweils passenden Seite an.

Das Spiel „Der Wind weht für alle, die …“ erfreut sich sehr großer Beliebtheit in der Klasse S1.

Ein großes Thema in den ersten Wochen war „Umgang miteinander“. Was brauche ich, um mich wohl zu fühlen? Was brauche ich, um gut lernen zu können? Wir sammelten, besprachen, diskutierten viele verschiedene Ideen und Gedanken. Wir einigten uns auf gemeinsame Regeln für die Klasse. Zum Ende sponnen wir aus Wolle ein großes Spinnennetz.

Zum Ende sponnen wir aus Wolle ein großes Spinnennetz.

Zum Abschluss des Themas „Ich“ spielten wir ein Namen-Ratespiel, bei dem es um Geschwindigkeit ging. Außerdem reihten wir uns in einer vorgegeben Reihenfolge (z.B. Körpergröße, Alter) auf. Bei diesem Spiel durften wir manchmal sprechen und manchmal nicht.

Das zweite große Thema war „Familie“. Zu Beginn besuchten uns zwei Außerirdische. Sie wollten wissen, was eine Familie ist – dies erklärten wir ihnen auf verschiedene Art. Wir überlegten, wer alles zu einer Familie gehört und gehören kann und wer alles zur eigenen Familie gehört. Dabei stellten wir fest, dass Familien ganz unterschiedlich sind. Anschließend malten die Kinder ein Bild von ihrer Familie.

Die Kinder gestalteten in einem Schuhkarton im nächsten Schritt ihr Lieblingszimmer. Wie sieht mein Zimmer aus?  Wie sieht mein Traumzimmer aus? Sie konnten dazu ganz viele verschiedene Materialien benutzen. Die Ergebnisse schauten wir uns in einer kleinen Ausstellung an.

Als nächstes gestalteten die Kinder ein großes Plakat über die eigene Familie.

 

Wir spielten das Spiel „Der Wind weht für alle, die …“ – in einer Familienvariante. Es durften dabei nur Dinge genannt werden, die mit der eigenen Familie zu tun haben.

Vielfalt (er-)leben mit der S1 - Teil II

Das dritte große Thema war „Zusammenarbeit“. Zu Beginn sammelten wir viele verschiedene Ideen, was für eine gute und funktionierende Zusammenarbeit wichtig ist und was dabei zu beachten ist.

Dann begann das große Abenteuer. Das Süßigkeitenmonster hat ganz viele Süßigkeiten geklaut und versteckt. Die Klasse S1 hatte nun die Aufgabe, das Süßigkeitenmonster zu finden und die Süßigkeiten zurückzuholen. Doch das war nicht so einfach. So musste die Klasse zuerst ein Portal durchschreiten. Nun war die S1 in der Welt des Süßigkeitenmonsters. Anschließend ging es darum, einen großen Sumpf zu überqueren – dabei war aber allergrößte Vorsicht geboten, denn überall lauerten die Sumpfmonster, die nur auf den richtigen Moment warteten, um die Überquerung schwerer zu machen. Auf der anderen Seite des Sumpfes angekommen, musste die S1 sich dann einen Überblick über das Gelände verschaffen und Aussichtstürme bauen. Es entstanden 4 hohe Türme und die Kinder konnten weit in das Land schauen. Die Erfahrungen der Sumpfüberquerung konnten gut genutzt werden, als es darum ging, einen riesigen Fluss zu überbrücken. Auf der anderen Seite wartete dann auch schon wieder ein weiteres Abenteuer. Der böse Zauberer hatte einem Drachen die Dracheneier geklaut. Die Klasse musste in den Turm des Zauberers und die Eier retten. Als sie das geschafft hatten, verriet die Drachenmutter ihnen das Versteck des Süßigkeitenmonsters. Als die Kinder beim Süßigkeitenmonster ankamen, mussten sie noch ein Spiel gegen das Monster spielen, um die ganzen Süßigkeiten zurückzuerobern. Auch diese Herausforderung meisterte die Klasse S1 und so konnten sie am Ende mit sehr vielen Süßigkeiten zurück in ihre Welt.

Abschließend konnten die Kinder ihre gesammelten Kooperationserfahrungen beim Spiel  „Tower of Power“ einbringen – eine Gruppe versuchte mit Hilfe eines Krans einen Turm zu bauen, die andere Gruppe beobachtete sie und gab anschließend Hinweise, wie die Gruppe ihre Zusammenarbeit noch verbessern könnte. Dann wurde gewechselt. Es gab insgesamt zwei Durchgänge pro Gruppe.

Das vierte und letzte Thema des Projektes war „Gefühle“. Zu Beginn sammelten und notierten wir die Gefühle, die die Kinder kennen. Das waren sehr viele. Einige dieser Gefühle konnten für eine selbstgebastelte Gefühlsuhr benutzt werden.

Neben dem Wissen, welche Gefühle es gibt, ist es wichtig Gefühle zu erkennen. Daher überlegten wir gemeinsam, woran Gefühle zu erkennen sind und woran man sieht, wie sich jemand fühlt. Das probierten wir gleich aus. Dafür guckten wir uns Bilder von Kindern an und besprachen, wie sich diese fühlen könnten und woran man das erkennt.

Im nächsten Schritt wurde die Klasse in 2 Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe beschäftigte sich mit Gefühlen und ordnete sie als angenehm oder unangenehm ein, schaute sich verschiedene Situationen an und überlegte, wie sich die Personen in den Situationen fühlen könnten und warum, sollte selber überlegen, wie sie sich in bestimmten Situationen fühlte – wobei deutlich wurde, dass sich Menschen in der gleichen Situation verschieden fühlen können und bastelten abschließend einen Gefühlewürfel.

Die andere Gruppe erprobt sich in der pantomimischen Darstellung von Gefühlen. In verschiedenen Spielsequenzen konnten die Kinder verschiedene Gefühle mit ihrem Gesicht, ihrer Körperhaltung und/oder ihrer Stimme darstellen, in der Runde reihumgehen und erraten lassen. Die verschiedenen Gesichtsausdrücke zu den jeweiligen Gefühlen konnten die Kinder im Bild festhalten lassen, so dass am Ende eine Gefühlswand entstehen konnte.

Danach wechselten die Gruppen.

Aus diesen Fotos entstand eine kleine Fotoausstellung, die wir erstmals auf der Projektabschlussfeier präsentierten.

An der Projektabschlussfeier nahmen neben den Kindern der S1 auch viele Eltern und Familien teil. In einer Ausstellung über die 4 großen Themen konnten sich diese einen Einblick in das Projekt und das vergangene Schuljahr verschaffen. Für die Kinder und uns war es eine Möglichkeit, das Projekt „Vielfalt (er-)leben“ nochmal im Ganzen auf uns wirken zu lassen. Es war eine sehr schöne Feier und wir bedanken uns nochmal ganz herzlich bei allen Kindern, Familien und Eltern, für die vielseitigen Buffetbeiträge, für den schönen Nachmittag und für das schöne Projekt. Es hat uns viel Freude bereitet und wir haben sehr viel über uns und über die Kinder gelernt.

 

Wir bedanken uns ebenso bei Frau Reinhardt, Fr. Arndt und Fr. Norwig, die uns in dem Schuljahr beim Projekt unterstützt haben. Ebenso danken wir an dieser Stelle unserer Praktikantin Insa, die uns in der ersten Hälfte des Projektes tatkräftig unterstützt hat und Tanja, die uns an den letzten beiden Projekttagen unterstützte und so die Gefühle-Fotoausstellung ermöglichte.

 

Stellvertretend für die Allegro-Grundschule danken wir auch ganz herzlich Fr. Flemig, denn das Projekt wäre nicht ohne die Finanzierung aus den Mitteln des Bonusprogramms für Schulen möglich gewesen.

 

Für Fragen zum Projekt stehen wir Ihnen und Euch gerne zur Verfügung.

 

Franka Böhme und Sebastian Dolsdorf

FiPP Treffpunkt Kluckstraße

Schulbezogene Jugendsozialarbeit an der Allegro-Grundschule

Schulsozialarbeit-kluckstrasse@fippev.de

Fotos: S. Dolsdorf

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